dummy    

Einkaufsführer für Sternnamen

dummy
zur Startseite    
  dummy
dummy

Infos zum Sterne verschenken ( Sternpatenschaft )

  German
  Astronomical
  Directory
  Planetarium
    aktuelle Sternhimmel
    Sternhimmel selber steuern   
    Sternenhimmel am Nordpol
    Mittagsposition der Sonne
    Präzession
    Stern von Bethlehem
  Astronomie in Berlin
  über sternklar.de
dummy   dummy
 


Sie wollen Sterne verschenken? Dann sind Sie hier genau richtig. Am Anfang dieser Seite erfahren Sie alles, was Sie zum Thema Sternkauf wissen sollten und am Ende der Seite gibt es eine Liste mit Sternpatenschaften (so werden die Sternverkäufe von den Astronomen gerne genannt).

In die Entdeckung des Himmels (Ende zweiter Teil) läßt Harry Mulisch Onno sagen: "Du kennst doch die Geschichte von dem Mann, der zu einem Kollegen von dir sagt, er begreife zwar, daß die Astronomen mit ihren Instrumenten alle möglichen Eigenschaften der Sterne festellen k&ozuml;nnten, - aber wie sie auf ihre Namen gekommen seien, bliebe ihm ein Rätsel" Max antwortet darauf:"Das ist tatsälich unsere gröszlig;te Leistung."

 

In der Sky and Telescope Ausgabe September 2000 schreibt Leif Robinson, das kommerzielle Sternverkäufer seit 1979 mehr als $50 Millionen eingenommen haben. Sein Vorschlag um diese Geschäfte zu beenden lautet:
 
So I offer this idea: every amateur-astronomy club should go into star-naming business!


Wie kann ich Sterne kaufen?

Ja und nein. Viele Leute bieten Sterne zum Kauf an. Leider kann niemand einen Stern wirklich verkaufen, weil niemand einen Stern in "seinem Besitz" hat. (Stand ja noch niemand drauf, der lebend zuück kam!) Wenn Sie einen Stern kaufen wollen, denken Sie immer daran, daß dieser Stern niemals Ihr Eigentum wird. Mit dem Geld, das Sie bezahlen, unterstützen Sie eine astronomische oder soziale Einrichtung oder Sie mästen einen tüchtigen Geschäftemacher.

Für viele astronomische Vereine/Sternwarten ist der Verkauf von Sternen (meist Sternpatenschaften genannt) eine willkommende Aufbesserung ihrer Kasse. Als "Gegenwert" erhalten Sie ein Urkunde, auf der Ihnen dieser Stern gewidmet wird.(hört sich ein wenig ehrlicher an) Oft gibt es eine Sternkarte mit den Namen aller Sterninhaber, welche an einer geeigneten Stelle ausgestellt wird oder die an die Besucher verkauft wird. Bei gutem Wetter können Sie dann einen Blick auf "Ihren Stern" werfen. (Leider sehen alle Sterne sehr gleich aus, nur die Farbe und Helligkeit ist unterschiedlich!)

Im Zeitalter der Computer und der Sternkataloge mit vielen Millionen von Sternen können Sie sicher sein, daß Ihr Sternenname nie in der Wissenschaft benutzt wird. Schnöde Zahlen sind viel zu praktisch, als das sich die Forscher mit unhandlichen Namen beschäftigen. Wenn Ihr Name in einer wissenschaftlichen Publikation verwendet werden soll, müssen Sie etwas Außergewöhnliches leisten. Entweder sie bezahlen einen kompletten Sternkatalog, was bei den Dimensionen heutiger Projekte sicherlich unmöglich ist, oder Sie werden Amateurastronom und entdecken einen Kometen oder Kleinplaneten. Das selbst entdeckte Objekt erhält automatisch Ihren Namen. Gute Beispiele, wie berühmt Sie werden können, zeigen die letzten Jahre. Die Kometen Hyakutake und Hale-Bopp wurden von Amateurastronomen entdeckt. Jede klare Nacht mit einem Fernrohr aufs Feld und nach wenigen Jahren haben Sie Ihr eigenes Objekt und neben bei ein wunderbares Hobby.

Wie werden astronomische Objekte bezeichnet?

  • Sterne

    Es gibt viele unterschiedliche Systeme für Sternnamen. Man kann zwischen Eigennamen und systematischen Namen unterscheiden. Die Eigennamen wurden schon im Altertum vergeben und haben sich bis heute erhalten. Die meisten dieser Namen kommen aus dem Arabischen oder Griechischen. Beispiele für solche Namen sind: Sirius (hellster Stern im Sternbild Großer Hund), Aldebaran (rötlicher Stern im Sternbild Stier) Hier Verzeichnisse mit Sternnamen Sternamen bei eSky Verzeichnis nach Sternbild und Namen sortiert The Constellations and their Stars.

    Ein sehr einfaches System für Sternnamen ist es, die Sterne nach Sternbild und Helligkeit zu benennen. Der hellste Stern bekommt den Vornamen Alpha, der zweit hellste Beta und so weiter das griechische Alpabet. Sirius ist zum Beispiel Alpha-CMa. (Alpha Canis Majoris Alpha des Großen Hundes). Regulus- der hellste Stern im Sternbild Löwe ist Alpha Leonis (Leo lat. Löwe, Leonis der richtige Fall von Leo).

    Als die ersten umfangreichen Sternkataloge entstanden, zeigte sich sehr schnell, daß die alten Namenschemata nicht mehr ausreichten. Es mußten neue Bezeichnungen erfunden werden. Die Sternbilder sind für die Orientierung am Himmel recht nützlich, doch ihre Grenzen haben in der Welt keine Bedeutung. In der Praxis werden deshalb in allen großen Sternkatalogen die Sterne einfach numeriert. Da jeder Sternkatalog eine unterschiedliche Zahl von Sternen erfaßt, hat der gleiche Stern in verschiedenen Katalogen eine andere Nummer.

    Um trotzdem eine Verständigung zu ermöglichen, welcher Stern gemeint ist, wird vor der Nummer der Name des Katalogs angegeben. Bekannte ältere Sternkataloge sind der Sternkatalog von Tycho Brahe (um 1600), die Bonner Durchmusterung und der SAO-Katalog.

    Zu den aktuellen Sternkatalogen gehören der PPM-Katalog, der Hubble-Guide-Star-Catalogue oder der besonders genaue Hipparcos-Catalogue der ESA.

    Die Kataloge unterscheiden sich nach Genauigkeit der Position, Anzahl der Sterne (dunkelster Stern im Katalog) und Zusatzangaben, wie Spektralklasse. Da kein Katalog alle Angaben gleich gut auflistet, benutzen Astronomen meist mehrere Kataloge.

  • Nebel und Galaxien

    Die meisten Galaxien haben nur eine Nummer als Namen. Bekannte Nebel/Galaxien-Kataloge sind der Messier-Katalog und der NGC-Katalog. Nur wenige, besonders außergewöhnliche Objekte, tragen zusätzlich einen weiteren Namen. Dieser hängt oft mit dem Sternbild oder mit dem Aussehen des Nebels zusammen. Der Orion Nebel (im Messier-Katalog als M42 bezeichnet) steht im Sternbild Orion und der Pferdekopfnebel ähnelt dem Kopf eines Pferdes.

  • Sternbilder

    Kurz nach der Erfindung des Fernrohrs, als immer bessere Sternkarten entstanden, gab es viele tüchtige Wissenschaftler, die ganze Sternbilder verkauften. Um ihrem Dienstherren, meist einem Fürsten, zu ehren, zeichneten sie Sternkarten mit neuen Sternbildern. Von diesen neu "erfundenen/entdeckten" Sternbildern hat keines überlebt. Alle heutigen 88 Sternbilder gehen auf griechische oder römische Sternbilder zurück oder wurden zu Zeiten der großen Entdeckungen mit politisch unkritischen Namen (Sextant, Fernrohr, Giraffe) am Himmel verewigt.

  • Mond, Planeten und Planetenmonde

    Hier gilt das gleiche, was oben für Sterne gesagt wurde. Wenn einer behauptet, er könne Grundstücke auf dem Mond verkaufen, weil seine Eltern den Mond vom Grafen X geschenkt bekommen haben, seien Sie doch großügig und schenken Sie ihm Pluto. Nun mal ernst.

    Neue Planetenmonde werden zu nächst provisorisch mit der Jahreszahl sowie einigen weiteren Buchstaben und Zahlen benannt. Kennt man die Bahn des Mondes, wird als Name der Planet plus eine römische Ziffer vergeben z.B. Jupiter XV. Der Entdecker darf dann einen Namen vorschlagen. Der Mond heisst dann z.B. Saturn XVIII Pan.

    Die Oberflächen auf den Planeten erhalten die Namen nach ihrem Aussehen, Wissenschaftlern oder einer mythologischen Figur. Damit Ordnung herrscht, stehen die Namen auf jedem Himmelskörper immer in einem gewissen Zusammenhang. Auf Venus werden alle Strukturen mit weiblichen Namen belegt, Krater auf Mars werden nach Wissenschaftler benannt und auf Jupiters Monden tummeln sich die Götter. Die Namen dürfen nicht auf lebende Personen oder Politiker und religöse Figuren der letzen 200 Jahre zurück gehen.

    Wie die Planeten außerhalb unseres Sonnensystems benannt werden ist mir nicht bekannt.

  • Kleinplaneten, Planetoiden, Asteroiden

    Diese kleineren Körper im Sonnensystem, die öftermal in der Zeitung erwähnt werden, weil sie in 1000 Jahren vielleicht auf die Erde fallen, können von ihrem Entdecker benannt werden. Wer in Deutschland einen Asteroiden erbeutet hat, erfahren Sie auf der Kleinplanetenseite. Zur Zeit gibt es über 200000 bekannte Planetoiden, von denen 12000 benannt sind. Über 100 neue Namen kommen im Monat hinzu. Die Asteroiden dürfen nicht direkt nach Politiker, Militärs oder Ereignissen der letzten 100 Jahre benannt werden.

    8990 Compassion, 8991 Solidarity und 8992 Magnanimity sind drei neu benannte Kleinplaneten, die an die Opfer des Anschlages auf das World Trade Center am 11.9.01 erinnern sollen.

  • Kometen

    Kometen werden nach ihrem Entdecker benannt. Da viele Beobachter nach neuen "dreckigen Schneebällen" Ausschau halten, passiert es, dass zwei Astronomen zur gleichen Zeit den Kometen entdecken. Doppelnamen, wie Hale-Bopp oder Shoemaker-Levy sind häufig. Die Namen werden erst vergeben, wenn die Bahn des Kometen genau bekannt ist. Vorher werden die Kometen mit dem Entdeckungsjahr sowie eine Buchstaben/Zahlenkombination bezeichnet. Ein vollständiger Komentenname ist z.B. P/Schaumasse oder C/1999 T1 (McNaught-Hartley).

Und was kosten die Sterne?

Zu den Preisen kann und will ich nichts sagen, nur sollte man bedenken, daß es nur 6000 mit dem bloßen Auge sichtbare Sterne gibt, von denen in einer großen Stadt nur wenige hundert sichtbar sind. Ein schöner Stern ist also was richtig wertvolles. Viel besser als einzelne Sterne, kann man den ganzen Himmel verschenken. In jeder guten Buchhandung und in vielen Sternwarten gibt es wunderbare Astronomiebücher. Egal ob Einsteigerbuch und ein Fernglas (nicht Fernrohr) oder einen der vielen Bildbände zum Thema Astronomie, am Ende hält der/die Beschenkte deutlich mehr in den Händen als nach einem Sternkauf. Wer eine Sternwarte besucht oder Amatuerastronomen beim nächtlichen Beobachten begleitet, hat man schnell den ganzen Himmel gewonnen.

mir bekannte Sternenverkäufer, Patenschaftsvermittler,

Hier stehen keine kommerziellen Projekte, sondern nur solche, die das Geld für astronomische Projekte (Volksbildung oder Forschung) verwenden! Ob alle Angebote fair sind kann ich nicht einschätzen. Ich habe schon einen Bericht erhalten, daß sehr dunkle Sterne verkauft wurden. Alles was dunkler als 6. Größenklasse ist nur mit dem Fernglas sichtbar, Sterne der 10. Größe sind nur im Fernrohr sichtbar! Wenn ich weitere schlechte Berichte erhalte, fliegt das betreffende Projekt von der Liste!

Die Leute von Schweifstern.de bieten an, ein paar schöne Fotos von "Ihrem" Stern zu schiessen.

keine Sternpatenschaft in Ihrer Nähe?

Wenn in obiger Liste kein Sternverkäufer in Ihrer Nähe auftaucht, fragen Sie doch bei einer Sternwarte oder einem astronomischen Verein gezielt nach. Links und Adressen finden Sie im German Astronomical Directory. Auch an Kirchendecken gibt es Sterne, die sie kaufen können, so z.B. in der Schinkel-Kirche Neuhardenberg.Wenn Sie Sterne zu unpersönlich finden gibt es noch Tierpatenschaften im Tierpark Berlin oder Patenschaften für Ausstellungsstücke im Berliner Museum für Naturkunde. Die Webseiten zur Patenschaft finde ich toll. So was will ich mal für Sternpatenschaften sehen!


Wer Fragen/Anregungen hat, schreibe eine Mail an David. (Bitte nicht fragen, was oben im Text steht oder bewußt nicht steht z.B. nach Preisen oder Adressen!) Besonders freue ich mich auf Käuferberichte.

PS:

Auf den WWW-Seiten der Internationalen Astronomischen Union (IAU), der Organisation der Fachastronomen, gibt es eine Seite zum Thema Buying Star Names oder Star names: history.


© 1998-2013 by David Przewozny (Info / EMail)
letzte Änderung am 02. Juli 2014